Stellen Sie sich vor, Sie wären ein Leistungssportler, ...

... nämlich in Ihrem Beruf in verantwortlicher Position. Abteilungsleiter, HR Manager oder Geschäftsführer. Was Sie unternehmen, wie Sie entscheiden, wie Sie mit den Leuten umgehen – all dies hat Folgen, für Sie selbst, für die Menschen, für die Organisation.

Die strategische / fachliche / menschliche / mikropolitische Komplexität setzt Ihnen zu und wächst Ihnen zuweilen über den Kopf. Wäre es da nicht gut, Sie müssten nicht alles alleine im stillen Kämmerlein ausbrüten und entscheiden, sondern Sie könnten sich darüber mit einem klugen Menschen aussprechen und beraten, der Ihnen gewogen ist und Ihnen hilft, die vielen Fäden zu entwirren, die in Ihrem Kopf zusammenlaufen?

Mit jemandem, der gut zuhören kann, aber im entscheidenden Moment auch etwas Kluges von sich gibt oder, oft noch wichtiger, die richtigen Fragen stellt? Mit jemandem, der mit geschultem Blick sieht, an welchen Stellen es hakt, sowohl in der Sache als auch menschlich, in Ihrem Team oder, noch menschlicher: bei Ihnen selbst? Mit jemandem, der Ihre Brille aufsetzt und alles mit Ihren Augen anschaut, aber dann plötzlich auch die Brille wechselt und ein ganz neues Bild wahrnimmt, das er Ihnen zeigt?

Der Ihnen alle Wertschätzung und Respekt entgegenbringt, aber Sie doch auch mit Feedback konfrontiert, denn vielleicht haben Sie eine mächtige Position erreicht, und ehrliche Rückmeldungen von anderen sind in dieser Höhe zur Mangelware geworden?

Es dürfte kein arroganter Besserwisser sein, sondern eher jemand, der darauf vertraut, dass in einem kundig gestalteten Dialog "die Wahrheit zu zweit beginnt", dass die Frucht des Dialoges eine ist, die weder auf dem Baum des einen noch auf dem Baum des anderen hätte wachsen können.

Dieser Dialog vollzieht sich nicht zwischen einem hilflosen, dummen Ratsuchenden und einem weisen, erfahrenen Ratgeber. Sondern zwischen zwei Experten, die unterschiedliche Qualifikationen mitbringen und im Zusammenbringen dieser Unterschiede auf Synergien hoffen können: Der eine, der Klient, bringt Sach-, Fach- und Branchenkompetenz mit, denn er ist Profi in seinem angestammten Bereich; ferner kennt er sich selbst am besten, und das ist nicht minder wichtig. Der andere, der Coach (und dies kann gerne eine Frau sein, obwohl es der Coach heißt), verfügt im günstigsten Fall auch über Branchenkompetenz, sodass ihm der Klient nicht alle Regeln, die auf seinem Schachbrett gelten, erst erklären muss.

Vor allem aber liegt seine Fähigkeit darin, den dialogischen Prozess der Beratung, des Erarbeitens von Diagnosen, Interventionen und Lösungen nach den Regeln der Kunst zu gestalten.

Und, vielleicht am allerwichtigsten: die Regeln der Kunst so zu variieren, dass sie für die Einmaligkeit des Augenblicks tauglich werden – für diesen Klienten, bei diesem Thema, in dieser Situation.

Der Auszug stammt aus dem Buch: “Coaching: Miteinander Ziele erreichen“ von Maren Fischer-Epe beschreibt exakt unser Verständnis von exzellentem Business Coaching und ist uns Ansporn und Leitbild.